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Heute Abend: Lola Blau

"Lola Blau" in den Kammerspielen Seeb, 9.11.2007
Die Kammerspiele Seeb sind ein nobles Kleintheater nördlich von Zürich in Bachenbülach. Intendant und Regisseur Urs Blaser hat dort eine der Vorlage weitgehend gerecht werdende, sehr ambitionierte  "Lola Blau" inszeniert. Seine"Lola Blau" ist die souveräne Christine Lather, eine in jeder Nuance professionelle Künstlerin, bei der man spürt, dass der Facettenreichtum dieser Glanzrolle keineswegs den ganzen Facettenreichtum dieser vielseitigen Könnerin abdeckt. Diese „Lola Blau“ agiert nicht an der Grenze ihres Könnens, sie ist von Anfang an enorm präsent. Das ist höchstes Schauspiel- und Chansonniveau. (...) Das nach der großartigen Leistung der beiden Mitwirkenden (Lola Blau wie Pianist) hörbar total begeisterte Publikum  erlebte ein unter die Haut gehendes Stück Zeitgeschichte aus dem Blickwinkel eines Künstler-Einzelschicksals auf künstlerisch höchstem Niveau. Alexander Kinsky, Kreislerforum

Achter Himmel – Chansons

Christine lather zog mit ihrer Stimme und Ausdruckskraft das Publikum in Pfäffikon in ihren Bann. … Heiter ist der Einstieg, nachdenklich werden Text und Musik später, dann, wenn die rosa Wolken der Realität weichen, wenn aus der hochverehrten Prinzessin plötzlich ein Lieschen am Herd wird und der ganze graue Alltag hereinbricht. Dann ist sie wie verschwunden, die Liebe. Sie zeigt aber nur ein anderes Gesicht: Das Beschwingte ist wie weggewischt und einer Traurigkeit gewichen, manchmal auch einer Bitterkeit. Lather versteht es ausgezeichnet, diese Bilder in den Raum zu malen. Dazu braucht sie kaum mehr als ihre Körpersprache, einen Barhocker und eine brennende Kerze, das ist alles. Fast alles – denn da wären noch ihre ausgezeichneten Begleitmusiker: am Klavier Roger Girod, am Bass Werner Broger, am Akkordeon Andrei Ichtchenko und an den Klarinetten Dani Häusler. Diese vier Musiker akzentuieren auf subtile Weise die Texte und schmücken die kunstvollen Miniaturen gekonnt aus.

Liebes Leben – Lieder für den Tod

Warum will ich nicht sterben? Weshalb habe ich Angst vor dem Tod? Was ist nach dem Tod? Und überhaupt, warum bloss soll ich nicht vom Tod sprechen?
Fragen eines Kindes, sie könnten es sein. Gestellt aber hat sie sich vor gut fünf Jahren eine Frau, eine reife Frau notabene. Christine Lather ist Mitte 40, als sie eine Forschungsreise antritt, um sich dem Ende des Lebens thematisch zu nähern. Entstanden ist daraus ein Liederabend mit Chansons für den Tod, der, so werden Musikkritiker später schreiben, eine Liebeserklärung an das Leben sei.
Gegen aussen manifestiert sich ihr Plädoyer für einen anderen Zugang zum Tod in ihrem Programm. Die 50-Jährige singt nicht gegen den Tod an, entstanden ist vielmehr eine mannigfaltige Auslegeordnung mit Liedern für den Tod. Natürlich weiss sie, dass allein der Titel für viele Menschen befremdend ist, provozieren und negative Gefühle auslösen kann. Oftmals findet sie in den Publikumsreaktionen aber Bestätigung dafür, dass es eben Sinn machen kann, traurige Chansons über den Tod neben sinnlichen, feinsinnigen oder aufwühlenden Liedern auf einer Bühne zu vereinen. Sie wisse heute mehr als früher, ihr Verhältnis zum Tod habe sich entkrampft, sagt sie. Und doch: «Natürlich habe auch ich Angst davor, jemanden zu verlieren oder selber gehen zu müssen.»
Und was ist hernach? «Tja, diese Unsicherheit, wie das nun genau ist mit diesem Tod, die wird immer bleiben - und das muss wohl so sein», sagt Christine Lather. Sie lächelt.
Neue Luzerner Zeitung, 28.10.2006, Andrea Elmer

Christine Lather bringt mit ihrem Programm (und überzeugender Gesangstechnik) einiges aufs Tapet, das nachdenklich stimmt. Und dies musikalisch hervorragend begleitet durch den Akordeonisten Sergej Simbirev und den Klarinettisten Dani Häusler. Basler Zeitung

Auf dramatische und gefühlvolle Art und Weise ist es den drei ausgezeichneten Künstlern gelungen, dem Publikum die Kraft des Lebens durch die Annäherung an den Tod stimmlich und instrumental eindrücklich spüren zu lassen. Jungfrau-Zytig, Interlaken

Hommage an Margrit Rainer

Die Sängerin Christine Lather hat die Spuren dieser Künstlerin und Frau zurückverfolgt und zusammen mit der Akkordeonistin Patricia Draeger ein Stück Margrit Rainer auf die Bühne gestellt, das zauberhafter nicht sein könnte... Dies ist umso erstaunlicher, als Lather ein ganz anderer Frauentyp ist als Rainer es war. Äusserlich zumindest. Was die Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit betrifft, so strahlt Lather diese prägenden Eigenschaften der Rainer überzeugend aus. Zusammen mit ihrer jener der Rainer verblüffend ähnlichen Chansonstimme, ergänzt von der grossartigen Akkordeonistin Patricia Draeger und von Andrej Togni (Buch und Regie) setzt Christine Lather ihre Idee ein Stück Rainer auf die Bühne zu bringen, spannend, witzig, liebevoll, gekonnt – kurzum begeisternd um. AZ Baden

Ihre grossen Momente hat sie dort, wo ihr das gelingt, was die Rainer auszeichnete: hinter den ganz kleinen züritütschen Texten die ganz grosse Melancholie hervortreten zu lassen. Berner Zeitung

Männerlieder – Ein theatralischer Liederabend

Unglaublich: da erklärt uns ein abendfüllendes Programm lang eine durch Ausdrucksstärke und Charme bezaubernde Frau, wie die Männer sind, indem sie ausschliesslich Männerlieder singt. Wobei das Verb singen dem Erlebten nicht genügend Rechnung trägt, denn die Zürcher Sängerin setzt ein umfassendes Register an Mimik, Gestik und Körpersprache gleichgewichtig zum Gesang ein. Der Bund, Bern

Was alles soll einen Mann ausmachen? Ein Tiger soll er sein, wie Peter Kraus es begriffen hat, betrügen soll er können, trinken auch, und wenn es hoch kommt, einmal im Leben auch weinen. Christine Lather spielt souverän auf dieser Klaviatur und verwischt die Grenzen zwischen den Klischees, wenn sie auch das Klischieren prächtig beherrscht. Es darf viel gelacht werden, es darf, wie gut, auch nachgedacht werden. Christine Lather, die Verwandlungskünstlerin, die noch nicht gequält demonstriert, wie gut sie ist, geht mit dem Publikum auf charmante direkteste Tuchfühlung und nützt das aus, was ein intimes Kellertheater ausmacht: die Nähe zwischen  Bühne und den Stuhlreihen. Bremgartner Bezirksanzeiger

Vorweg gesagt. Es war ein Abend der Extraklasse. Ein Liederabend, der auch zum Umdenken zwang, für manchen Mann wenigstens. Grenchner Tagblatt

Niid dergliichä tuä

Vier bekannte Schweizer Musiker geben im Alten Zeughaus eine traumhafte Vorstellung. «Niid dergliichä tuä», heisst das Stück, das an der Expo.02 seine Uraufführung erfuhr. Als Geschichte ein alter Zopf, hat es doch eine völlig neue Dimension: Sowohl Zuschauer wie Musiker sitzen im Dunkeln, bis sich Bilder in den Kopf schleichen. Die Betruf-Saga ist voller Moralvorstellungen von Sünde und Sühne. Dramaturgisch ist dies hilfreich, denn die perfekt inszenierten Bühnenbilder finden lediglich in den Köpfen der Zuschauer statt, individuell und für jeden Gusto. Während des Stücks ist der Raum komplett verdunkelt. Völlig blind ist man genötigt, für einmal einen neuen Kanal zu öffnen. Dies bekommt Dimensionen, die man kaum ahnen kann. Man sieht den Alphirten beim Betruf so deutlich vor sich, hoch auf einer Anhöhe stehend, muss man zu ihm aufschauen. Wieso? Schauen kann man doch nicht, oder doch? …

Man weiss es natürlich: Patricia Draeger (Akkordeon, Stimme), Christine Lather (Stimme), Bruno Amstad (Stimme) und Albin Brun (Saxofon, Stimme) werden nach der Vorstellung ganz anders aussehen, egal, wen man davon schon einmal bei Bühnenlicht gesehen hat. Vor allem die Betruf-Stimme und die heisere Erzählstimme bleiben noch eine ganze Weile hängen, verbinden kann man sie aber danach nicht ohne weiteres mit den vier Typen an der Bar. Etwas wie Starkult droht so bestimmt nicht aufzukommen, denn man glaubt nicht so recht daran, dass die da etwas mit dem zu tun haben, was vorher war. Wer führte denn Regie im eigenen Kopf, hatte man Fremde eingelassen? Wen das tröstet: Die vier sind gestandene Musiker und zum Teil in ausgezeichnete Projekte involviert. Bruno Amstad beispielsweise erhielt zusammen mit Charlotte Hug und Peter Schärli den ZKB-Jazzpreis 2004. Christine Lather und Patricia Draeger ehrten als Mara und Mireille «ein Stück Margrit Rainer» und Albin Brun war in Peter Roths «Transition» sogar schon in Herisau zu hören. All das muss auch gesagt werden, es war schliesslich akustisch ein berauschender Abend. Aber dennoch, die Bilder bleiben am längsten. Und es kommt alles gut - Sankt Antoni sei Dank! St. Galler Tagblatt

Jakob Senn – Der "Grüne Heinrich" von Fischenthal

«Der Weber ist ein armer Wicht, dem es an Ansehn und Geld gebricht …» Die Gedichtzeilen haben Witz, wenn Christine Lather sie singt. Dahinter aber steckt eine bittere Realität: Jakob (1824–1879) und Heinrich (1827–1915) Senn waren die Söhne von Bauern und Heimwebern in Fischenthal im Zürcher Oberland. Doch waren beide literarisch interessiert, lasen heimlich hinter dem Webstuhl und standen morgens um zwei auf, um bis Tagesanbruch noch zu dichten. Die Eltern sahen es nicht gern. Lesen war Müssiggang, ein Dichter ein Dieb, ein «Vergebenfresser».
… Und wie das lebt: Die Sängerin Christine Lather und der Kontrabassist Bruno Brandenberger haben Senn-Gedichte volksliedhaft, aber nicht altmodisch vertont.
… Die Passagen sind gut ausgewählt, denn sie bieten dem Sprecher auch einige szenische Möglichkeiten. Herrlich, wie Matthias Peter den Pfarrer mimt, der den Eltern von weiterer Schulbildung für Jakob abrät. Poetisch wirkt die Geschichte von Grünauers «Z'Liechtgang». Die Begegnung mit der alten Vettel Bäbeli, die er auf Anraten seiner Stiefmutter heiraten soll, ist geprägt von einer hintergründigen Komik.

Chansons à la Carte